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mundartnamen_innviertelpflanzen_08_10_20081

Diese Liste wird auch weiterhin laufend erweitert werden. Die unterschiedliche Schreibweise der volkstümlichen Pflanzennamen resultiert aus den verschiedenen Herkünften bzw. Informantinnen und Informanten.

Für die mediale Unterstützung danke ich besonders Herrn Dr. Roman Kloibhofer (Braunauer Rundschau) sowie Herrn Herbert Gross (ORF-Landesstudio OÖ). Für Hinweise zur Schreibung von Mundartbegriffen bedanke ich mich bei Herrn Kons. Hans Samhaber (St. Marienkirchen am Hausruck). Für die Mitteilungen von alten Pflanzennamen danke ich folgenden Damen und Herren: Josef Anzengruber (St. Marienkirchen am Hausruck ), Rosa Anzengruber (St. Marienkirchen am Hausruck), Katharina Auer (Tarsdorf), Rosmaria Brawisch (Altheim), Theresia Brunner (Zell an der Pram), Gusti Doblhammer (Eggerding), Friedrich und Rosmarie Eberhardt (Eggerding), Prof. Peter Fussl (Reichersberg), Helga Feichtlbauer (Antiesenhofen), Gertraud Felix (Eberschwang), Otto Frauscher (Aspach), Theresia Has (Taufkirchen an der Pram), Dr. Josef Hattinger (St. Martin im Innkreis), Valerie Herlbauer (Mettmach), Hans Kallinger (Bregenz), Franz Karrer (St. Johann am Walde), Josef Katzdobler (Höhnhart), Manfred Leimhofer (Neukirchen an der Enknach), Rosina Mühringer (Eberschwang), Theresia Murauer (St. Johann am Walde), Anna Posch (Pischelsdorf), Anna Maria Raab (Geboltskirchen), Roitner Kreszenz (Mining), Angela Preishuber (Roßbach), Klaus Reiter (Geiersberg), Johanna Samhaber (St. Marienkirchen am Hausruck), Anna Schießl (St. Johann am Walde), Norbert und Hermine Schlosser (Raab), Zenzi Schilcher (St. Marienkirchen am Hausruck ), Mag. Cornelia und Robert Schlosser (Eggerding), Erna Stadler (Obernberg am Inn), Maria Steinschnak (St. Marienkirchen am Hausruck ), Josef Alois Stempfer (Mettmach), Josef Strasser (Waldzell), Franz Wimplinger (Mettmach), Ing. Alois, Sigrid und Maria Winkler (Maria Schmolln), Edeltraud Würzner (Ried im Innkreis), Gertrude Zeppetzauer (Mehrnbach).

Für die Mithilfe bei der Organisation meiner Flurbegehungen bedanke ich mich bei den beiden Ortsbäuerinnen Elfriede Färberböck (Pischelsdorf) und Sieglinde Feichtenschlager (St. Johann am Walde). Für Ideen und das gemeinsame Gespräch danke ich besonders Herrn Prof. Franz Grims (Taufkirchen an der Pram) sowie für weitere Unterstützungen DI Josef Detzlhofer (Landwirtschaftkammer Braunau am Inn).

Abschließend sei noch auf folgende Publikation hingewiesen, in der weitere Volksnamen von innviertler Pflanzen gesammelt wurden: Grims F. (1979): Volkstümliche Pflanzen- und Tiernamen aus dem nordwestlichen Oberösterreich. Linzer biol. Beitr. 11/1: 33-65

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Traditionelle Pflanzennamen sind heute – wie Dialekte im allgemeinen – vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist vor allem die Vereinheitlichung durch überregionale Standardwerke, etwa Schulbücher, Lehrbücher usw. Eine weitere Ursache, warum diese Namen ins Hintertreffen geraten sind, ist die allgemeine Entfremdung des Menschen von der Natur. Früher ist man am Land mit und in der Natur groß geworden, heute spielt sie in vielen Familien nur mehr eine Nebenrolle.

Namen wie „Föbara“ (für die Weiden), „Saubleamö“ (für Löwenzahn), „Rasch“ (für die Seegrassegge), „Josefibleamö“ (für die Blausterne), „Zeppern“ (für Heidelbeeren), „Strumpfn“ (für den Stumpfblatt-Ampfer) u.a. sind heute allgemein in Vergessenheit geraten, wie stichprobenartig durchgeführte Umfragen in verschiedenen Schulklassen verdeutlichen.

In diesem Projekt ersuche ich die Bevölkerung der Bezirke Ried im Innkreis und Braunau nun um Mithilfe. Unterstützt werde ich dabei durch die Rundschau und die Bezirksbauernkammer. Bei verschiedenen Naturgängen habe ich vor Ort vor allem gemeinsam mit älteren Menschen versucht, jene Namen zu eruieren, wie sie in deren Kindheit geläufig waren.

Die Ergebnisse dieses Projektes fließen ein in die „Flora des Innviertels“, dem geplanten Buch über die Pflanzenwelt des Innviertels. Gerade die alten volkstümlichen Pflanzennamen sind das „Salz in der Suppe“ einer Regionalflora wie dieser. Ich möchte noch auf meinen Beitrag im aktuellen Band 2008 des Bundschuh (Volkskundehaus Ried im Innkreis) hinweisen, wo ich über die alten Pflanzennamen des Innviertels einen Artikel unter dem Titel „Mausloatan und Josefibleame“ verfasst habe.

Ich ersuche an dieser Stelle alle Innviertlerinnen und Innviertler weiter um Mithilfe. Wer noch alte Namen unserer Pflanzen weiß, möge mir diese bitte melden (brieflich, telefonisch oder per E-Mail). Herzlichen Dank dafür!

Michael Hohla
Therese-Riggle-Str. 16
4982 Obernberg am Inn
Tel. Nr.: 07758 31 92

E-Mail: m.hohla@eduhi.at